Nachdem wir unsere Nacht ja auf dem Campingplatz verbracht haben, sind wir auf dem Weg nach Zadar eine wunderschöne Küstenstraße langgefahren, wo man viele der unzähligen kroatischen Inseln betrachten konnte und einen Einblick in die doch recht ärmlichen dörflichen Verhältnisse bekam. Nachdem wir an einigen schönen Badebuchten vorbeigefahren sind, hielten wir an einer, wo kein Mensch war. Eine klare Bucht nur für uns allein. Nur Sandstrand hätte das ganze noch abgerundet. Und das Wasser war kälter als erwartet.
Nach ein paar Stunden Entspannung suchten wir uns kurz vor Zadar einen ruhigen Autoschlafplatz, wo es sich gut schlafen lies.
| Unsere Privatbadebucht |
| Die Inseln Kroatiens |
Zadar am nächsten Tag war schön. Das Wetter ist hier recht angenehm, bewölkt, so dass wir nicht total eingehen. Faszinierend war eine Treppe, welches ins offene Meer führte und die, je nachdem wie stark die Wellen aufschlugen, Orgelklänge von sich gab. Ansonsten auch antike Baukunst.
Darauffolgend ging es direkt zum 4Sterne Deluxe Campingplatz, wo wir früh ankommen wollten. Die Campingplätze sind hier nämlich ziemlich ausgebucht und man muss schon ein bisschen Bedenken haben noch einen Platz zu kriegen. Und von wem sind sie belegt? Richtig, von Deutschen. 80% der Campingplatzbeleger sind deutsch. Unfassbar. Wo machen wir eigentlich nicht Urlaub?
Einen schönen Platz haben wir trotz allem noch ergattert. Mit direktem Zugang zum wunderschönen, klaren Meer, wo wir gleich morgens nach dem aufstehen schwimmen waren.
| Zagreb |
| Zagreb |
| Musiktreppe |
| Blick von unserem Campingplatz |
Da wir diesmal zwei Tage auf einem Platz geblieben sind, konnten wir einen Tagesausflug nach Split und auf die Insel Brac machen. Split ist der Dreh- und Angelpunkt für Fähren nach Italien, Griechenland und auch auf die kroatischen Inseln, weswegen vorallem am Hafen der Bär los war. Die Altstadt ist besonders wegen des Diokletianspalasts sehenswert, der so gut wie die gesamte Altstadt umrundet.
Später sind wir dann mit der Fähre auf die Insel Brac übergesetzt, auf der sich das berühmte 'Goldene Horn', der wohl schönste Strand Kroatiens befindet. Nach einer 50minütigen Überfahrt sind wir also direkt zu dem vermeintlich schönen Strand aufgebrochen. Als wir dort ankamen, war der Strand Gott sei Dank noch nicht so überlaufen. Berühmt ist er, weil er durch spezielle Windeinflüsse jedes Jahr wächst und das Horn immer in eine andere Richtung zeigen lässt. Blöderweise hatten wir keine Badesachen dabei, weil es eigentlich geregnet hatte. So bin ich kurzerhand in Unterwäsche ins Wasser egsprungen. Man musste es tun. Es war so unfassbar klar. So was habe ich noch nicht gesehen.
| Split |
| Split |
| Split |
| Insel Brac |
| Goldenes Horn |
| Goldenes Horn |
| Goldenes Horn |
| Goldenes Horn |
Auf dem Rückweg sind wir 18Uhr mit der Fähre gefahren. Mega gut, weil wir so die 1. Halbzeit der WM Deutschland-Portugal auf der Fähre gucken konnten und pünklich zur Pause die 2. Halbzeit in einer Bar in Split gesehen haben. Perfekte Planung.
Gestern und heute waren ganz im Zeichen der kroatischen Nationalparks. Am gestrigen Tag ging es in den Krka Nationalpark. Wir entschieden uns dafür, Geld zu sparen und den Park auf eigene Faust und ohne 4-Räder zu erkunden. Beste Entscheidung. Nachdem wir in Schlängellinie den Bussen hinunter in den Park gefolgt sind und eine herrliche Sicht genossen ging es zurück einen kleinen, steilen, schweißbringenden Wanderpfad wieder hinauf. Unten warteten wunderschöne Wasserfälle und, wie nicht anders zu erwarten, klares Wasser auf uns. Der Holzweg führte direkt über das Wasser, wodurch man der Natur noch näher war.
Schlafengelegt haben wir uns fast direkt bei dem Nationalpark Plitvicer Seen. Mitten in der Natur im Auto. Am nächsten Morgen wurden wir von einem Klopfen an unserem Auto geweckt. Es war ein Parkwächter. Stehen durfte man dort wohl ganz offiziell nicht. Wir taten so, als ob wir gar nicht da wären. Nachdem er gemütlich an unserem Auto sein Frühstück verspeiste und wohl darauf wartete, dass wir wiederkommen, ist er zum Glück nach ungefähr 10min. in den Park aufgebrochen. Wir haben in Rekordgeschwindigkeit umgeräumt und haben geschaut, dass wir da wegkommen.
Der Nationalpark seinerseits war wunderschön. Viele Seen, die durch Wasserfälle ineinander übergehen, Fische, die man wegen der Wasserqualität tadellos sehen kann und unberührte Urwälder. Die Wege, wie schon in Krka direkt bei den Wasserfällen und mit der Fähre über den See. Die beiden Parks können wir auf jeden Fall jedem empfehlen!
Am Nachmittag ging es dann noch nach Zagreb, Pflicht, weil es ja nunmal die Hauptstadt ist. Bis auf eine schöne Kathedrale und eine gepflegte Innenstadt nicht unbedingt besonders.
| Kathedrale |
| Leckeres kroatisches Bier! |
Kroatische Fakten:
1. Die Menschen sind hier so schön groß. Man muss sich also nicht manchmal wie ein Riese vorkommen.
2. Der Mc Donalds Internetzugang ist wieder ganz einfach zu erlangen.
3. Die Einkaufszentren haben richtig lange auf, Kaufland täglich bis 24Uhr
4. Auf Straßen und neue Einkaufszentren scheint Kroatien großen Wert zu legen. Auf Wohngebäude dafür umso weniger.




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