Dienstag, 24. Juni 2014

Die Zeit, unser Sorgenkind!

Der Balatonsee wird wohl nicht unser bester Freund. Durch das letzte Erlebnis, als morgens der Nationalpark-Wächter ans Auto klopfte, hatten wir auf unserer Schlafplatzsuche mehr Bedenken denn je. Am Balaton angekommen, waren wir etwas verwundert von der übertriebenen Polizeipräsenz. Dann hörten wir Drift-Geräusche wie aus den Fast&Furios-Filmen, wodurch natürlich noch mehr Polizeisirenen aufheulten. Zudem gab es sogar einen Nachtwächter im Lidl! Beachtliche Gegend, wenn die Überwachungskamera allein zur Gewehrleistung der Sicherheit nicht mehr auszureichen scheint. Schließlich haben wir doch eine ruhige Ecke gefunden.
Den nächsten Morgen haben wir guten Gewissens gleich unsere Bikinis angezogen. Wie sich später herausstellte, hätten wir uns das auch sparen können, denn die Suche nach einem Strandplatz ging mächtig in die Hose. Wir hätten auch einfach 8 Euro Eintritt zum Strand bezahlen können, haben es dann aber doch irgendwie nicht einsehen wollen und uns weiter auf die Suche nach einem kostenlosem Plätzchen am See gemacht. Der Balaton ist gefühlt komplett ummauert mit Häuschen und Grundstücken, die sogar die Sicht auf den See versperren. Dann hatten wir eine Lücke gefunden, die aber nun wirklich nicht einladend zum Baden war. Also sind wir frustriert nach Budapest weitergefahren.

Ungarn. Slowakei. Polen. Ratzifatzi geht das. Vielleicht ein bisschen zu schnell. Das haben wir den Tag darauf dann gemerkt. Der Stresspegel stieg, als uns nach einer fast 3-stündigen kostenlosen Walking-Tour durch die beiden Stadtteile Buda und Pest klarwurde, dass wir in 6 Stunden auf dem Campingplatz in Krakau sein müssen, weil dann die Rezeption schließt. Und wir hatten großen Hunger auf etwas typisch Ungarisches, Durst und mussten wenigstens noch jeder zwei Postkarten finden, schreiben und auch wegschicken. Nicht zu vergessen, dass wir ja eigentlich auch schon in Verzug mit dem Ausschecken vom Budapester Zeltplatz waren. Der nette Platzwart sah es gelassen. Nur schade, dass wir außer Jacquis Langos kaum weiter in die ungarische Kultur eintauchen konnten. Und das, was wir von Budapest gesehen haben, fanden wir echt hübsch. Gemütlich. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Schon allein um auch Budapests Nachtleben zu erleben. Wir haben Flyer mit gigantischen Clubs (zum Beispiel einem Zauberwald nachempfundenen mit 5 Floors und kostenlosem Eintritt) gesehen. Die Ungaren wissen wie man feiert, da bin ich mir sicher. Wir waren kurz davor am Abend auszugehen, doch unsere Müdigkeit durch Schlafmangel der vorherigen Nächte hatte gesiegt.






Der Glücksbringer für gutes Essen!


Durch unser großartiges Zeitmanagement sind wir rechtzeitig in Krakau angekommen. Unser Zeitdruck kam daher, dass wir uns mit unseren Special Guests Malte und Maurice für ein Wochenende in Krakau verabredet hatten. Eine willkommende Abwechlsung. Und so sind wir den nächsten Tag aufgebrochen um die Stadt zu erkunden. Diesmal zu viert :)

Die Krakau-Crew





Krakau ist wärmstens zu empfehlen. Schon allein der Marktplatz ist sehr beeindruckend. Nach der vielen Lauferei durchs Zentrum, zur Festungsanlage und durchs jüdische Viertel, sind wir mit knurrendem Magen in eine Sportsbar eingekehrt, um schließlich auch das WM-Spiel Deutschland gegen Ghana zu verfolgen. Spannendes Spiel. Pappsatt und müde gings zurück zu unseren Zelten.
Den nächsten Morgen um 11:00 Uhr wurde der Grill angeschmissen. Steak zum Frühstück! Das war das Resultat einer etwas missverstandenen Planung. Schließlich war alles Grillzeugs schon gekauft. Nur die Zeit fehlte irgendwie. Aber Grillen geht schließlich immer. Somit wurde gegen Hunger auf der Heimfahrt gut vorgesorgt.

Noch ein paar Infos am Rande:
1. Die Ungaren fahren übertrieben nach Vorschrift. Bemerkenswert, weil wir nicht viele Blitzer gesehen haben.
2. Als Fußgänger über eine rote Ampeln zu gehen kostet wohl ungefähr100 Euro Strafe. Es warten wirklich alle brav auf Grün.
2. Ungarisch ist eine faszinierende Sprache.
3. Ungaren sind nicht gut auf ihre politische und wirtschaftliche Situation zu sprechen.
4. Unser Eindruck von der Slowakei: viele verlassene Dörfer inmitten wundervoll saftgrüner, hügeliger Landschaft.
5. Polen ist viel fortschrittlicher als gedacht. Die Rezeptionisten können sehr gutes Englisch. Die Straßen sind hundert Mal besser als die in Italien. Viele moderne Gebäude und Einkaufscenter. Polen hat sich ganz schön herausgeputzt.

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