Sonntag, 29. Juni 2014

Tradition trifft auf Zukunft.

Tag 1:
Polen. Die Hauptstadt Warschau stand auf dem Plan. Wenn man in die Stadt hinein fährt fallen einem sowohl direkt die modernen hohen Glasgebäude ins Auge, als auch ein gigantischer Kulturpalast im Zuckerbäckerstil, ein Geschenk Stalins. Kaum in der Stadt angekommen, sind wir sofort zu der erstbesten Fußball-Guck-Möglichkeit gestürmt, um noch das glorreiche Spiel Löw gegen Klinsmann sehen zu können. Das gelang uns glücklichweise mit leckerem Döner in der Hand. In der Dämmerung schauten wir uns Warschau dann genauer an. Die Altstadt mit vielen, kleinen gemütlichen Restaurants und Gassen lud zum Versinken ein. Laura faszinierten natürlich besonders die verschiedensten Lichterspiele der Stadt, wie beispielsweise ein Brunnen, an dem Sie wahrscheinlich am liebsten stundenlang gesessen hätte. Am Abend sind wir, nachdem wir endlich in unser Parkhaus gekommen sind (die Haupteingangstür hatte einfach schon mal zu), auf einen relativ ruhigen Einkaufsmarkt Parkplatz gefahren um uns unseren wohlverdienten Schlaf zu gönnen.

Kulturpalast

















Tag 2:
Polen. Masurische Seenplatte. Irgendwie konnten wir nicht so gut im Auto schlafen, weswegen wir ziemlich übermüdet in einem Ort namens Glyzicko ankamen, mitten in den masurischen Seen im Norden Polens. Schön dort. Natur. Kleine, klare Seen, dazu passende kleine Dörfer. Wir sind zu einem See getaumelt und haben uns auf der dort befindlichen Rasenfläche gesonnt. Ein kleiner Rummel fand dort auch gerade statt auf dem wir tatsächlich und wahrhaftig endlich mal Airhockey spielen konnten. 7:7. Faires Spiel! Gegen Nachmittag ging es Richtung litauische Grenze auf einen Campingplatz, der an ein aktives polnisches Festivalgelände grenzte. So hatten wir abends nette, wenn auch unbekannte Musikbeschallung.





















Tag 3:
Litauen. Trakai. Eine Wasserburg inmitten von Seen auf einer von unzähligen Inseln. Das haben wir in Trakai besichtigt. Natur pur. Bei lediglich 3,4 Millionen Einwohnern im Land fallen die Dörfer im allgemeinen eher klein aus. Der große Unterschied zu Polen ist allerdings, dass die Wohnverhältnisse ärmer sind. Das sind teilweise wirklich Zumutungen. Und es gibt extrem viele Kühe und Storchnester.
Wasserburg

Eines von vielen einfachen Holzhäusern


























Nach der Burg ging es weiter nach Vilnius. Die Stadt scheint geteilt zu sein. Auf der einen Flusshälfte moderne Einkaufscenter und Wolkenkratzer (wo wir tatsächlich das erste Mal so richtiges Public Viewing erblickt haben), auf der anderen Seite die Altstadt und eher ärmere Viertel. Woher wir das so genau wissen? Wir haben am Ende unserer Stadtbesichtigung unser Auto nicht mehr wiedergefunden und wussten auch nicht so recht, wo es stand. Aus diesem recht auswegslosem Grund haben wir, eher ungewollt, gefühlt die gesamte Stadt erkundet. 13km war uns der Spaß wert, am Ende aber mit postivem Ausgang. Vilnius zeichnet wirklich die vielen, jungen Menschen aus, als auch die vielen, sehr gemütlichen Bars und Kirchen. Nachts um 3 haben wir in einem Dörfchen dann auch tatsächlich einen Schlafplatz gefunden. Für lediglich 4h haben wir allerdings nicht extra das Auto umgeräumt sondern haben einfach in unseren Sitzen gedöst. Der Grund der späten Ankunft sind die nachts gruselig aussehenden Dörfchen und die nette Polizei gewesen, die gerade an unserem vermeintlichen Schlafplatz vorbeifuhr, als wir umräumen wollten.




















Tag 4:
Lettland. Riga. Nachdem wir, wie man sich wohl denken kann, eher ziemlich schlecht geschlafen haben sind wir lediglich früh bis nach Riga auf einen Zeltplatz gefahren und haben einfach gar nichts getan. Wie gut das einfach tut! Gute Nacht!

Dienstag, 24. Juni 2014

Die Zeit, unser Sorgenkind!

Der Balatonsee wird wohl nicht unser bester Freund. Durch das letzte Erlebnis, als morgens der Nationalpark-Wächter ans Auto klopfte, hatten wir auf unserer Schlafplatzsuche mehr Bedenken denn je. Am Balaton angekommen, waren wir etwas verwundert von der übertriebenen Polizeipräsenz. Dann hörten wir Drift-Geräusche wie aus den Fast&Furios-Filmen, wodurch natürlich noch mehr Polizeisirenen aufheulten. Zudem gab es sogar einen Nachtwächter im Lidl! Beachtliche Gegend, wenn die Überwachungskamera allein zur Gewehrleistung der Sicherheit nicht mehr auszureichen scheint. Schließlich haben wir doch eine ruhige Ecke gefunden.
Den nächsten Morgen haben wir guten Gewissens gleich unsere Bikinis angezogen. Wie sich später herausstellte, hätten wir uns das auch sparen können, denn die Suche nach einem Strandplatz ging mächtig in die Hose. Wir hätten auch einfach 8 Euro Eintritt zum Strand bezahlen können, haben es dann aber doch irgendwie nicht einsehen wollen und uns weiter auf die Suche nach einem kostenlosem Plätzchen am See gemacht. Der Balaton ist gefühlt komplett ummauert mit Häuschen und Grundstücken, die sogar die Sicht auf den See versperren. Dann hatten wir eine Lücke gefunden, die aber nun wirklich nicht einladend zum Baden war. Also sind wir frustriert nach Budapest weitergefahren.

Ungarn. Slowakei. Polen. Ratzifatzi geht das. Vielleicht ein bisschen zu schnell. Das haben wir den Tag darauf dann gemerkt. Der Stresspegel stieg, als uns nach einer fast 3-stündigen kostenlosen Walking-Tour durch die beiden Stadtteile Buda und Pest klarwurde, dass wir in 6 Stunden auf dem Campingplatz in Krakau sein müssen, weil dann die Rezeption schließt. Und wir hatten großen Hunger auf etwas typisch Ungarisches, Durst und mussten wenigstens noch jeder zwei Postkarten finden, schreiben und auch wegschicken. Nicht zu vergessen, dass wir ja eigentlich auch schon in Verzug mit dem Ausschecken vom Budapester Zeltplatz waren. Der nette Platzwart sah es gelassen. Nur schade, dass wir außer Jacquis Langos kaum weiter in die ungarische Kultur eintauchen konnten. Und das, was wir von Budapest gesehen haben, fanden wir echt hübsch. Gemütlich. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Schon allein um auch Budapests Nachtleben zu erleben. Wir haben Flyer mit gigantischen Clubs (zum Beispiel einem Zauberwald nachempfundenen mit 5 Floors und kostenlosem Eintritt) gesehen. Die Ungaren wissen wie man feiert, da bin ich mir sicher. Wir waren kurz davor am Abend auszugehen, doch unsere Müdigkeit durch Schlafmangel der vorherigen Nächte hatte gesiegt.






Der Glücksbringer für gutes Essen!


Durch unser großartiges Zeitmanagement sind wir rechtzeitig in Krakau angekommen. Unser Zeitdruck kam daher, dass wir uns mit unseren Special Guests Malte und Maurice für ein Wochenende in Krakau verabredet hatten. Eine willkommende Abwechlsung. Und so sind wir den nächsten Tag aufgebrochen um die Stadt zu erkunden. Diesmal zu viert :)

Die Krakau-Crew





Krakau ist wärmstens zu empfehlen. Schon allein der Marktplatz ist sehr beeindruckend. Nach der vielen Lauferei durchs Zentrum, zur Festungsanlage und durchs jüdische Viertel, sind wir mit knurrendem Magen in eine Sportsbar eingekehrt, um schließlich auch das WM-Spiel Deutschland gegen Ghana zu verfolgen. Spannendes Spiel. Pappsatt und müde gings zurück zu unseren Zelten.
Den nächsten Morgen um 11:00 Uhr wurde der Grill angeschmissen. Steak zum Frühstück! Das war das Resultat einer etwas missverstandenen Planung. Schließlich war alles Grillzeugs schon gekauft. Nur die Zeit fehlte irgendwie. Aber Grillen geht schließlich immer. Somit wurde gegen Hunger auf der Heimfahrt gut vorgesorgt.

Noch ein paar Infos am Rande:
1. Die Ungaren fahren übertrieben nach Vorschrift. Bemerkenswert, weil wir nicht viele Blitzer gesehen haben.
2. Als Fußgänger über eine rote Ampeln zu gehen kostet wohl ungefähr100 Euro Strafe. Es warten wirklich alle brav auf Grün.
2. Ungarisch ist eine faszinierende Sprache.
3. Ungaren sind nicht gut auf ihre politische und wirtschaftliche Situation zu sprechen.
4. Unser Eindruck von der Slowakei: viele verlassene Dörfer inmitten wundervoll saftgrüner, hügeliger Landschaft.
5. Polen ist viel fortschrittlicher als gedacht. Die Rezeptionisten können sehr gutes Englisch. Die Straßen sind hundert Mal besser als die in Italien. Viele moderne Gebäude und Einkaufscenter. Polen hat sich ganz schön herausgeputzt.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Klar, klarer, Kroatien.

Kroatien! Wie schön. Wer hätte gedacht, dass das Wasser hier so klar und so blau ist, wie es ist? Unfassbar!
Nachdem wir unsere Nacht ja auf dem Campingplatz verbracht haben, sind wir auf dem Weg nach Zadar eine wunderschöne Küstenstraße langgefahren, wo man viele der unzähligen kroatischen Inseln betrachten konnte und einen Einblick in die doch recht ärmlichen dörflichen Verhältnisse bekam. Nachdem wir an einigen schönen Badebuchten vorbeigefahren sind, hielten wir an einer, wo kein Mensch war. Eine klare Bucht nur für uns allein. Nur Sandstrand hätte das ganze noch abgerundet. Und das Wasser war kälter als erwartet.
Nach ein paar Stunden Entspannung suchten wir uns kurz vor Zadar einen ruhigen Autoschlafplatz, wo es sich gut schlafen lies.

Unsere Privatbadebucht

Die Inseln Kroatiens



























Zadar am nächsten Tag war schön. Das Wetter ist hier recht angenehm, bewölkt, so dass wir nicht total eingehen. Faszinierend war eine Treppe, welches ins offene Meer führte und die, je nachdem wie stark die Wellen aufschlugen, Orgelklänge von sich gab. Ansonsten auch antike Baukunst.
Darauffolgend ging es  direkt zum 4Sterne Deluxe Campingplatz, wo wir früh ankommen wollten. Die Campingplätze sind hier nämlich ziemlich ausgebucht und man muss schon ein bisschen Bedenken haben noch einen Platz zu kriegen. Und von wem sind sie belegt? Richtig, von Deutschen. 80% der Campingplatzbeleger sind deutsch. Unfassbar. Wo machen wir eigentlich nicht Urlaub?
Einen schönen Platz haben wir trotz allem noch ergattert. Mit direktem Zugang zum wunderschönen, klaren Meer, wo wir gleich morgens nach dem aufstehen schwimmen waren.

Zagreb

Zagreb

Musiktreppe

Blick von unserem Campingplatz










































Da wir diesmal zwei Tage auf einem Platz geblieben sind, konnten wir einen Tagesausflug nach Split und auf die Insel Brac machen. Split ist der Dreh- und Angelpunkt für Fähren nach Italien, Griechenland und auch auf die kroatischen Inseln, weswegen vorallem am Hafen der Bär los war. Die Altstadt ist besonders wegen des Diokletianspalasts sehenswert, der so gut wie die gesamte Altstadt umrundet.
Später sind wir dann mit der Fähre auf die Insel Brac übergesetzt, auf der sich das berühmte 'Goldene Horn', der wohl schönste Strand Kroatiens befindet. Nach einer 50minütigen Überfahrt sind wir also direkt zu dem vermeintlich schönen Strand aufgebrochen. Als wir dort ankamen, war der Strand Gott sei Dank noch nicht so überlaufen. Berühmt ist er, weil er durch spezielle Windeinflüsse jedes Jahr wächst und das Horn immer in eine andere Richtung zeigen lässt. Blöderweise hatten wir keine Badesachen dabei, weil es eigentlich geregnet hatte. So bin ich kurzerhand in Unterwäsche ins Wasser egsprungen. Man musste es tun. Es war so unfassbar klar. So was habe ich noch nicht gesehen.
Split

Split

Split
Insel Brac


Goldenes Horn

Goldenes Horn

Goldenes Horn


Goldenes Horn


































Auf dem Rückweg sind wir 18Uhr mit der Fähre gefahren. Mega gut, weil wir so die 1. Halbzeit der WM Deutschland-Portugal auf der Fähre gucken konnten und pünklich zur Pause die 2. Halbzeit in einer Bar in Split gesehen haben. Perfekte Planung.

Gestern und heute waren ganz im Zeichen der kroatischen Nationalparks. Am gestrigen Tag ging es in den Krka Nationalpark. Wir entschieden uns dafür, Geld zu sparen und den Park auf eigene Faust und ohne 4-Räder zu erkunden. Beste Entscheidung. Nachdem wir in Schlängellinie den Bussen hinunter in den Park gefolgt sind und eine herrliche Sicht genossen ging es zurück einen kleinen, steilen, schweißbringenden Wanderpfad wieder hinauf. Unten warteten wunderschöne Wasserfälle und, wie nicht anders zu erwarten, klares Wasser auf uns. Der Holzweg führte direkt über das Wasser, wodurch man der Natur noch näher war.





















Schlafengelegt haben wir uns fast direkt bei dem Nationalpark Plitvicer Seen. Mitten in der Natur im Auto. Am nächsten Morgen wurden wir von einem Klopfen an unserem Auto geweckt. Es war ein Parkwächter. Stehen durfte man dort wohl ganz offiziell nicht. Wir taten so, als ob wir gar nicht da wären. Nachdem er gemütlich an unserem Auto sein Frühstück verspeiste und wohl darauf wartete, dass wir wiederkommen, ist er zum Glück nach ungefähr 10min. in den Park aufgebrochen. Wir haben in Rekordgeschwindigkeit umgeräumt und haben geschaut, dass wir da wegkommen.

Der Nationalpark seinerseits war wunderschön. Viele Seen, die durch Wasserfälle ineinander übergehen, Fische, die man wegen der Wasserqualität tadellos sehen kann und unberührte Urwälder. Die Wege, wie schon in Krka direkt bei den Wasserfällen und mit der Fähre über den See. Die beiden Parks können wir auf jeden Fall jedem empfehlen!


















Am Nachmittag ging es dann noch nach Zagreb, Pflicht, weil es ja nunmal die Hauptstadt ist. Bis auf eine schöne Kathedrale und eine gepflegte Innenstadt nicht unbedingt besonders.

Kathedrale

Leckeres kroatisches Bier!



















Kroatische Fakten:
1. Die Menschen sind hier so schön groß. Man muss sich also nicht manchmal wie ein Riese vorkommen.
2. Der Mc Donalds Internetzugang ist wieder ganz einfach zu erlangen.
3. Die Einkaufszentren haben richtig lange auf, Kaufland täglich bis 24Uhr
4. Auf Straßen und neue Einkaufszentren scheint Kroatien großen Wert zu legen. Auf Wohngebäude dafür umso weniger.

Samstag, 14. Juni 2014

Ich habe heute leider kein Foto für dich.

Arrivederci Italien! Wir sind in Kroatien. Hier sind die Straßen tatsächlich besser. Und die Spritpreise günstiger. Da wir nun ja doch mit Auto statt mit Fähre nach Kroatien gefahren sind, konnten wir ein kleines Stückchen Slowenien mitnehmen. Und es hat sich gelohnt. Fantastische Landschaft.. Unberührte Natur. Meer. Regenwolken. Und siehe da: unsere erste Grenzkontrolle zu Kroatien. Ohne Probleme mit einem süßen Lächeln gemeistert.

Nach über zwei Wochen Italien und vielen Städten, hatten wir endlich mal wieder Lust auf etwas Entspannen am Strand und Seele baumeln lassen. Und nach vielen Pizzen und Eis, war nun doch die Zeit für ein neues Land gekommen. Verabschiedet wurden wir auf italienische Art: um das WM-Eröffnungsspiel zu sehen, sind wir noch einmal in ein Restaurant eingekehrt. So konnten wir vollgefressen, mit erste-Reihe-Sitzplätzen vor riesiger Leinwand und in der Gesellschaft von zwei Italieniern das Spiel verfolgen. Als wir eigentlich in der Halbzeit gehen wollten, wurden wir mit Erdbeer-Pudding-Torte aufs Haus überrascht. Wer kann da bitte Nein zu sagen?! Verdammt lecker!

Und wir haben irgendwie echt wenig Bilder die letzten Tage gemacht. Nur von unseren zwei letzten Stopps in Italien: San Marino und Bologna. Keine Ahnung, ob es daran lag, dass wir keine Lust auf Burgen, Kirchen, Marktplätze  und Trubel mehr hatten und uns somit nicht wirklich begeistern konnten oder an den vielen Touristen. San Marino hat allerdings eine atemberaubende Aussicht. Und interesant ist auch, dass es die älteste bestehende Republik der Welt ist. Und Bologna ist für seine kilometerlangen Arkaden bekannt, vielleicht auch für den schiefen Turm, der mindestent genauso schief wie der schiefe Turm von Pisa ist. Wir hätten auch noch länger ausgehalten, wenn es nur nicht so anstengend heiß gewesen wäre. Da wünscht man sich doch wirklich nur Meer.
Vorher mussten wir aber noch eine Post aufsuchen. Das italienische Postamt war ein Abenteur an sich. Wir haben uns erst in die Reihe gestellt (vor uns etwa 15 Leute), bis wir eine kurze kleine Schlange daneben entdeckten, die wir eigentlich gleich hätten nehmen können. Dummerweise dauerte alles mega lang. Die 3 Angestellten, aber auch die Kunden hatten die Ruhe weg. Der Wahnsinn. Nach 20 Minuten konnte die Schlange um einen aufrücken. Respekt.

Und dann gibts auch noch die Zombi-Hand. Tam tam. Uns ist in Italien aufgefallen, dass Italiener gar nicht so wild fahren, aber allerdings ihre Hand so super gern aus dem Fenster halten. Über den Grund können wir nur Vermutungen anstellen. Zum Beispiel, dass sie dann schneller mit ihrer Hand gestikulieren können, wenn sie jemand im Straßenverkehr zurecht weisen. Auf jeden Fall sieht es mega komisch aus, wenn da einfach nur eine Hand herausguckt, wie abgehackt. Irgendwie gruselig.

Gestern Abend wurden wir dann auch noch von einem aufwendig schönen Mitternachts-Feuerwerk begeistert, welches mit nicht so schöner Musik einherging. Wir wissen nicht, welches Fest dort gefeiert wurde, aber die Kulisse war wundervoll.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Eine Reise in die Vergangenheit

Paestum, eine Ruinenstätte von den Griechen vor Christi gegründet, wurde 1752 wiederentdeckt und Ziel unserer weiteren Route. Zuerst waren wir in einem dazugehörigen Museum, wo besonders das Bild des Tauchers, welcher den Sprung in das Totenreich symbolisieren soll, unserer Aufmerksamkeit zu Teil wurde. In der antiken Anlage selbst waren viele Säulen zu sehen, als auch einige recht gut erhaltene Tempel und ein Amphitheater.

Taucher
Poseidontempel



















Unser nächstes Highlight des Trips war die Amalfiküste, eine Steilküste im Westen Italiens, mit vielen kleinen Städten in den Hängen. Abenteuerlich waren die unheimlich engen Straßen, durch die sich selbst Busse drängten, die die Spur komplett für sich einnahmen. In Amalfi selbst fanden wir nach längerem Suchen tatsächlich einen Parkplatz und schauten uns die Stadt ein wenig an. Zu unserem Campingplatz waren es eigentlich nur 19km, aber dank der engen Serpentinstraßen dauerte diese Fahrt 45min. Der Wahnsinn!

Busproblem

Amalfi

























Am nächsten Tag bei 32Grad stand Pompei auf dem Plan, die vom Vulkan Vesuv 79 n. Chr., verschüttete Stadt. Vor dem Eingang haben wir uns Audio Guides aufschwatzen lassen, welche nicht unbedingt von Nöten gewesen wären, aber Zusatzinformationen stören ja auch nicht. Die Stadt ansich war beeindruckend. Ein riesiges Areal mit Ruinen aus der Antike. Also so ähnlich wie Paestum, nur um Dimensionen größer und einen noch besseren Blick in die frühere Zeit verschaffend mit Bäckereien, Termen und Amphitheater.





















Der weitere Plan bestand darin in der Nähe von Neapel im Auto zu schlafen und diese von unserem Reiseführer mit 3 von 3 Sternen bewertete Stadt am nächsten Morgen zu besichtigen. Wir kamen auf unserem vermeintlichen Schlafplatz (einem ziemlich großen Parkplatz) an, machten uns gemütlich Salat und schauten einen Film, bis uns nach einer Weile auffiel, dass dieser Parkplatz sehr gerne zum Liebesakt im Auto benutzt wurde. Zwei Wagen konnte man recht genau dabei beobachten. Dazu kam, dass ein Hund, der aussah wie ein Schwein, über den Parkplatz schlenderte und einfach überall Müll rum lag. Nicht nur ein wenig Müll. Viel Müll. Wie schon in den ganzen Vororten Neapels. Berge von Müll. So beschlossen wir gegen 22Uhr diesen merkwürdigen Ort zu verlassen und uns die Stadt spontan bei Nacht anzuschauen. Schlafplatz war undenkbar, weil überall der Bär los war und es von (habe ich das schon erwähnt?) Müll wimmelte. Allerdings war unsere Lust dazu nicht mehr sonderlich groß, weswegen wir uns nur eines der wenig schönen Gebäude, eine Burg, anschauten und weiter fuhren. Neapel - nicht empfehlenwert.

Die Burg

Der Müll



















Nachdem wir in der Nacht irgendwo in einem Dorf einen Schlafplatz fanden sind wir am nächsten Morgen nach Rom. Laura's 1. Mal. Da es zum sterben warm war haben wir den Tag auf dem Zeltplatz verbracht. Der beste Zeltplatz bisher! Strom direkt beim Zelt, vorhandenes Toilettenpapier, Pool, Musik in den warmen Duschen. TOP! Vielleicht sollten wir doch eine Campingplatz-Tester Karriere einschlagen :D

Abends haben wir uns mit Julian, einem guten Freund in Rom getroffen, der dort witzigerweise gerade Urlaub mit zwei Freunden machte. Ein feuchtfröhlicher Abend mit Shishabar und Rom bei Nacht. An einem Montag tanzen gehen gestaltete sich nur leider als unüberwindbares Hindernis. Und der Nachhauseweg dauerte dank falscher Richtung des Busses ungefähr 2h, statt 1/2.

Die verschwommene Partygang













Der nächste Morgen wurde ruhig und im Pool angegangen. Am Nachmittag ging es in die Innenstadt. Rom und die Vatikanstadt sind wirklich einfach schön. Mit den großen Plätzen und den alterwürdigen Gebäuden, welche hinter jeder Ecke auftauchten. Am schönsten ist noch immer der Trevi Brunnen. Nach 12km laufen sind wir zum Campingplatz zurück. Laura meint sogar, dass Rom die schönste Stadt ist, die sie je gesehen hat. That's what I wanted to achieve!

Kolosseum

Trevi Brunnen

Vatikan

Vier-Ströme-Brunnen

Pantheon
















































PS: Italien ist ein reiner Verkehrsschilderwald. Gefühlt alle 10km kommen "Achtung Baustelle 30" Schilder, das witzige ist nur, dass sich NIEMAND daran hält und es oft auch einfach keine Baustelle gibt. Wie vergessen und nicht abgeholt.