Polen. Die Hauptstadt Warschau stand auf dem Plan. Wenn man in die Stadt hinein fährt fallen einem sowohl direkt die modernen hohen Glasgebäude ins Auge, als auch ein gigantischer Kulturpalast im Zuckerbäckerstil, ein Geschenk Stalins. Kaum in der Stadt angekommen, sind wir sofort zu der erstbesten Fußball-Guck-Möglichkeit gestürmt, um noch das glorreiche Spiel Löw gegen Klinsmann sehen zu können. Das gelang uns glücklichweise mit leckerem Döner in der Hand. In der Dämmerung schauten wir uns Warschau dann genauer an. Die Altstadt mit vielen, kleinen gemütlichen Restaurants und Gassen lud zum Versinken ein. Laura faszinierten natürlich besonders die verschiedensten Lichterspiele der Stadt, wie beispielsweise ein Brunnen, an dem Sie wahrscheinlich am liebsten stundenlang gesessen hätte. Am Abend sind wir, nachdem wir endlich in unser Parkhaus gekommen sind (die Haupteingangstür hatte einfach schon mal zu), auf einen relativ ruhigen Einkaufsmarkt Parkplatz gefahren um uns unseren wohlverdienten Schlaf zu gönnen.
| Kulturpalast |
Tag 2:
Polen. Masurische Seenplatte. Irgendwie konnten wir nicht so gut im Auto schlafen, weswegen wir ziemlich übermüdet in einem Ort namens Glyzicko ankamen, mitten in den masurischen Seen im Norden Polens. Schön dort. Natur. Kleine, klare Seen, dazu passende kleine Dörfer. Wir sind zu einem See getaumelt und haben uns auf der dort befindlichen Rasenfläche gesonnt. Ein kleiner Rummel fand dort auch gerade statt auf dem wir tatsächlich und wahrhaftig endlich mal Airhockey spielen konnten. 7:7. Faires Spiel! Gegen Nachmittag ging es Richtung litauische Grenze auf einen Campingplatz, der an ein aktives polnisches Festivalgelände grenzte. So hatten wir abends nette, wenn auch unbekannte Musikbeschallung.
Tag 3:
Litauen. Trakai. Eine Wasserburg inmitten von Seen auf einer von unzähligen Inseln. Das haben wir in Trakai besichtigt. Natur pur. Bei lediglich 3,4 Millionen Einwohnern im Land fallen die Dörfer im allgemeinen eher klein aus. Der große Unterschied zu Polen ist allerdings, dass die Wohnverhältnisse ärmer sind. Das sind teilweise wirklich Zumutungen. Und es gibt extrem viele Kühe und Storchnester.
| Wasserburg |
| Eines von vielen einfachen Holzhäusern |
Nach der Burg ging es weiter nach Vilnius. Die Stadt scheint geteilt zu sein. Auf der einen Flusshälfte moderne Einkaufscenter und Wolkenkratzer (wo wir tatsächlich das erste Mal so richtiges Public Viewing erblickt haben), auf der anderen Seite die Altstadt und eher ärmere Viertel. Woher wir das so genau wissen? Wir haben am Ende unserer Stadtbesichtigung unser Auto nicht mehr wiedergefunden und wussten auch nicht so recht, wo es stand. Aus diesem recht auswegslosem Grund haben wir, eher ungewollt, gefühlt die gesamte Stadt erkundet. 13km war uns der Spaß wert, am Ende aber mit postivem Ausgang. Vilnius zeichnet wirklich die vielen, jungen Menschen aus, als auch die vielen, sehr gemütlichen Bars und Kirchen. Nachts um 3 haben wir in einem Dörfchen dann auch tatsächlich einen Schlafplatz gefunden. Für lediglich 4h haben wir allerdings nicht extra das Auto umgeräumt sondern haben einfach in unseren Sitzen gedöst. Der Grund der späten Ankunft sind die nachts gruselig aussehenden Dörfchen und die nette Polizei gewesen, die gerade an unserem vermeintlichen Schlafplatz vorbeifuhr, als wir umräumen wollten.
Tag 4:
Lettland. Riga. Nachdem wir, wie man sich wohl denken kann, eher ziemlich schlecht geschlafen haben sind wir lediglich früh bis nach Riga auf einen Zeltplatz gefahren und haben einfach gar nichts getan. Wie gut das einfach tut! Gute Nacht!



