Dienstag, 29. April 2014

Sie sind überall

Die deutschen Urlauber. Was würden wir nur ohne sie tun? Sie sind überall. Besonders in Lissabon musste man immer aufpassen was man sagt, da gefühlt 40% der Bürger und Bürgerinnen unserer wundervollen Nationalität angehörten. 

Lissabon ist schön. Nicht überragend besonders, aber schön. Durch die verlaufene Innenstadt wirkt sie nicht so überlaufen und es gibt viele große Plätze mit Brunnen und Cafés. Wir haben uns in die Höhe gewagt um einen besseren Blick über die Stadt zu erhaschen und haben eine Burg erklommen, die wir aber wegen immensen Preises nicht von Innen besuchten. Interessant ist, dass Lissabon auf Grund der Berge  sozusagen in zwei Stadtteile gegliedert ist. Die untere und obere Stadt. Der Höhenunterschied ist entweder durch Massen an Treppen oder durch Fahrstuhl überwindbar.
Der Aussichtsturm



Im Aussichtsturm











Unser Zeltplatz für zwei Nächte befand sich tatsächlich mal im Wald, wo die Heringe eventuell zum 1. Mal einfach und ohne verbiegen in den Boden gingen.

Ansonsten haben wir uns noch Coimbra angeschaut, eine alte Universitätsstadt. Die Universität haben wir aber auf Grund geschlossener Touristeninformation, fehlender Stadtkarte und schlechter Ausschilderung nicht gefunden. Dafür wieder Fliesenwände an den Häusern, die übrigens auch gegen Wärme schützen.
















Einen kurzen Zwischenstopp haben wir sonst nur noch in Batalha eingeschoben um uns eine riesige Klosteranlage anzuschauen.











PS: Die besten Tiere der Welt - Sie existieren überall!





Sonntag, 27. April 2014

Womit haben wir das verdient?

Wir haben doch immer brav aufgegessen!

Nach drei Tagen durchweg Regen war nun auch unser letztes Kleidungsstück nicht nur dreckig, sondern auch nass. Alles war nass. Das Zelt glich eher einem Auffangbecken für Regenwasser. Und uns blieb nichts andere übrig als den ganzen Übel immer wieder einzupacken, weiterzufahren und auf besseres Wetter zu hoffen.

Dem Regen zum Trotz, wir wollten endlich mal feiern gehen. Was bietet sich da nicht besser an als Freitag Nacht in Porto? Und obendrauf auch noch Nationalfeiertag! 


Tja Pustekuchen! Wir waren nach den ersten 5 Minuten Herumirren auf der Suche nach einer Bar im angeblichen Party-Viertel klitschnass. Und die Diskotheken, die wir sogar herausgesucht hatten, konnten wir irgendwie auch nicht finden. Erst gegen 2:00 Uhr haben wir dann endlich einen größeren Club erreicht. Davor standen allerdings echt merkwürdige Leute, unterstrichen durch eine Duftnote von Gras. Aber hineingekommen sind wir sowieso nicht, weil ich von einem Polizisten am Ärmel zurückgezogen wurde. Wir hatten unser Auto falsch geparkt. Daraufhin war nun jegliche Partystimmung verflogen und wir sind in unser übernässtes Zelt mit nassen Sachen und benässter Stimmung (Hab ich schon erwähnt, dass alles nass war?) zum Campingplatz zurückgekehrt.

Aber Porto an sich ist echt sehenswert. Irgendwie anders, nicht so typisch Großstadt. Und ärmer. Ist teilweise echt erschreckend und interessant zugleich.




So wie für Jacqui die portugiesische Landschaft stark beeindruckend ist, so bin ich von den gemusterten Wandfliesen total fasziniert.

Der nächste Halt nach Porto war Bucaco. Der Nebel lag tief. Nieselregen. Und menschenseelenleer. Verlassene Häuser. Ein Militärmuseum. Wir wussten erst nicht recht, warum dieses etwas gruselige Dörfchen in den Bergen mit zwei Sternen in unserem Reiseführer aufgeführt wurde. Doch nach einem kleinen Spaziergang durch den wunderbar mystischen, üppigen Märchenwald erreichten wir ein bildhübsches 5-Sterne-Hotel, welches eher einer ehrwürdigen Kathedrale ähnelte. Beeindruckend.




Wir haben übrigens einen neuen spanischen Belgeiter: unser neues Navi. Es deckt alle übrigen Länder ab. Erleichtert ungemein. Gute Investition. So können wir uns beim Fahren besser auf den Verkehr konzentrieren. Denn wie sich herausstellt, sind die Portugiesen eine Steigerung der Spanier im Straßenverkehr. Einfach mitten auf der Straße anhalten und Warnblinkanlage rein. Fertig. Und Fußgänger auf Landstraßen sind auch total normal. Aber wo laufen die Menschen kilometerweit hin? Außerdem klingt Portugiesisch irgendwie wie Russisch.

Donnerstag, 24. April 2014

Lost in Translation

Hallo. Guten Tag. Buenos dias. Hola. Wir sind in Spanien. Wie wir hier hingekommen sind? Faszinierende Frage.

In Frankreich war noch alles gut. Wir haben uns die größte Wanderdüne Europas angeschaut (117m hoch, 3km lang), welche von Touristen überströmt ist. Gelegen ist sie allerdings grandios. Auf der einen Seite Meer soweit das Auge reicht, auf der anderen unendlich weiten Wald. Wie ein überdimensionaler Strand!
















Danach ging es mitten in die Pyrenäen zu einem kleinem Pilgerörtchen, wo ein bisschen gewandert wurde. Der Spritverbrauch stieg ins unermessliche, aber es macht einfach unfassbar Spaß in den Bergen zu fahren.
















Ab da begann das Chaos. Wir wollten wie immer leichtgläubig, ohne bösen Gedanken Madrid in unser Navi eingeben, damit es uns sicher und schnell in die spanische Hauptstadt bringt. Pustekuchen. Spanien und Portugal sind nicht im Straßennetz inkludiert. Eine richtige Straßenkarte hatten wir auch nicht, so dass wir es dann doch mit unserem überragenden Orientierungssinn nach Madrid schafften. Das Zentrum zu finden war allerdings noch eine ganz andere Angelegenheit. Keine Ausschilderungen, alle fahren wie sie wollen und die zwei Deutschen mittendrin. Haben unser Auto letztendlich einfach in einem Parkhaus (für das wir 19€ zahlen durften :D) in der Nähe einer Metro geparkt und dann U-Bahn gefahren. Madrid ist nicht so meine Stadt. Es war zwat nicht von Touristen überlaufen, aber die Sehenswürdigkeiten sind relativ weit voneinander entfernt. Wirklich schön war ein Tempel mitten in der Stadt,  ein Geschenk der Ägypter. Stadtrundfahrt haben wir uns auch gegönnt ;) Lauri fand die Stadt dafür umso schöner.











Am späteren Abend haben wir in einem Städtchen in der Nähe von Segovia Champions League in einem lokalen Pub geguckt. Nur ältere Einheimische, mit denen wir uns per Mimik und Gestik verständigt haben :D Der eine auf dem Bild hat uns noch Bier und Oliven ausgegeben :) Lokale, kleine Bars sind eben die Besten!














Gestern war UNESCO-Tag, da wir uns Segovia und Salamanca angesehen haben. Ohne Navi. Irgendwie ging es. Laut unserem Reiseführer hätte Salamanca die schönere Stadt sein sollen. Sahen wir nicht so ;)

Segovia

Segovia

Salamanca




Fakten über die Spanier:
1. Unglaublich aber wahr: Sie sprechen noch schlechteres, beziehungsweise gar kein Englisch. Wie man sich denken kann: Verständigung fällt uns Spanisch-cracks daher etwas schwer.
2. Spanier machen Siesta wann sir wollen. Öffnungszeiten stimmen in den seltesten Fällen.
3. Spanier fahren wie sie wollen. Links oder rechts überholen spielt keine Rolle. Blinken auch nicht.





Sonntag, 20. April 2014

Joyeuses Pâques!


Frohe Ostern aus Frankreich!



Wir wurden heute ziemlich verwundert angeschaut, als wir Büsche, Auto und Zelt nach kleinen Geschenken abgesucht haben.Scheinbar kennen die Franzosen diese Tradition nicht. Und überhaupt hängen sie auch keinen Osterschmuck an ihre Bäume und Sträucher. Wir sind trotzdem in bester Osterstimmung! Rührei gabs zum Frühstück und Eier bemalen wir auch noch :)

Gestern war nicht so ganz unser Tag. Es sollte einfach nicht sein.
1) Wir werden keine Mautstrecken mehr fahren. Hätten nicht gedacht, dass das so eine Abzocke ist. Au revoir 130km/h!
2) Nach 3 Tagen kam nun endlich wieder unser liebes Zelt zum Einsatz, legal auf einem Campingplatz, nur nicht auf dem uns eigentlich zugewiesenem Platz. 4 Sterne. Ungerechtfertigt. Wir haben nicht einmal alle Heringe in den total steinigen Boden bekommen.
3) Um in Bordeaux das Stadtzentrum zu finden, hätten wir einfach nur rechts laufen müssen, wir hatten uns für links entschieden und sind eine Stunde herumgeirrt.
4) Wir brauchten dringend eine Toilette in St. Emilion - und alle auffindbaren Toiletten sind defekt.
5) Es wimmelte an Restaurants - und wir mussten trotzdem mit knurrenden Magen weiterfahren, weil keines uns ein 3-Gänge-Menü servieren wollte, da diese schon/noch geschlossen waren.



Auch wenn wir noch nicht unser wohlverdientes 3-Gänge-Menü - natürlich mit einem Gläschen Bordeaux - genießen konnten (kommt sicher noch!)  hatten wir einen sonnigen Tag in Bordeaux und St. Emilion. Besonders das wunderschöne kleines Städtchen mit ländlichem Flair und von Weinfeldern umgeben so weit das Auge reicht hat es uns angetan. Absolut sehenswert.




Samstag, 19. April 2014

Keine Wolken in Sicht

Wo sind wir hier nur gelandet? Da kommt man abends auf einem Parkplatz bei Bordeaux an, denkt sich nichts böses und möchte da in Ruhe etwas im Auto schlafen: von wegen. Ein Wohnmobil neben dem nächsten parkte neben uns, lautstarke Italiener unterhielten sich miteinander, von einem Ende des Parkplatzes wurde zum anderen gehupt. Zwei nerdige Menschen neben uns im Auto haben bis mitten in die Nacht  mit ihren Handys rumgespielt. Das haben wir uns anders vorgestellt.

Ansonsten liegen anstrengende Tage mit viel Fahrerei und purem Sonnenschein hinter uns. Wir waren in Brestwurst (Wortwitz) wo auffällig viele Läufer unterwegs waren.










Wir waren an dem westlichsten Punkt Frankreichs, dem Pointe du Raz, wo wir über die offiziellen Grenzen hinaus klettern waren um den Touristen zu entgehen.











Wir haben unsere 1. Nacht in einem 'Hotel' verbracht, was eher wie ein Motel aussah und einen allen anschein nach ehemaligen Zuhälter als Rezeptionist besaß. Abends nach einem langen Tag haben wir uns auf dem Parkplatz mit dem Campingkocher unser Essen warm gemacht bis der nette Herr ankam und uns gerade dieses mit den Worten 'Wir sind ein Hotel, kein Campingplatz' verbot. Blöd für Lauri, da sie dann kalte Weißkohlsuppe essen durfte.

Sonst ist noch zu erwähnen, dass Campingplätze in Frankreich richtig früh zu machen, so dass man keine Chance hat sich rechtzeitig an der Rezeption anzumelden. So schliefen wir also wieder mal illegal auf dem Campingplatz, diesmal allerdings im Auto.

Strange1: Die Franzosen blinken bei allen Aktivitäten mit dem Auto links. Sei es beim rein fahren in den Kreisverkehr, dem gesamten Überholmanöver oder dem schlichten gerade aus fahren.

Strange2: Hat Citroen ein neues Automarkenzeichen? Sieht man hier überall bei den neueren:



Dienstag, 15. April 2014

Sonne satt

So lässt es sich leben. Gestern haben wir die letzte Nacht noch auf unserem liebgewonnenen Zeltplatz direkt am Meer mit einem Sonnenuntergang ausklingen lassen.


Die heutigen Ziele waren Le Mont-Saint-Michel und Saint-Malo. Zwei niedliche Festungsanlagen, eine schöner als die andere. Direkt im bzw. am Meer, echt wundervoll. Faszinierend ist auch das Naturspiel zwischen Ebbe und Flut.
Mont-St.-Michel

Mont-St.-Michel

St.-Malo

St.-Malo
Außerdem gönnen wir uns heute ein bisschen mehr Luxus: eine Nacht auf einem 4-Sterne Campingplatz zum Schnäppchen-Preis. Mit Pool und Toilettenpapier in den Toiletten.
Passend zum Thema - unser heutiges Erlebnis in einer öffentlichen Toilette: Wir waren besonders schlau, dachten 30 Cent pro Benutzung zu sparen, in dem wir nacheinander gehen und Jacqui mir die Tür auflässt. Erst als die Tür ins Schloss gefallen ist und das Licht ausging und der Waschgang startete, fiel uns auf, dass wir einen kleinen Denkfehler hatten. So stand ich hilflos im Dunkeln, habe den roten Ausgangs-Knopf nicht finden können und der Boden wurde aus allen Ecken mit Reinigungswasser überflutet.

Fazit: Jacqui hat mich mit letztlich doch mit weiteren 30 Cent befreien müssen. Und meine Schuhe sind bei dem Wahnsinns Wetter schnell wieder getrocknet. Sonne satt! Der erste kleine Sonnenbrand zeigt sich schon.
[Laura]

Montag, 14. April 2014

Die ersten 1000 Kilometer

Wow. Die ersten tausend Kilometer hinter uns.
Kaum zu glauben. Es liegen abenteuerliche drei Tage hinter uns.

Festzustellen ist, dass Brüssel zwar lebendig, verrückt und barock ist, aber Brügge das Ganze doch durch seinen mittelalterlichen Charme übertrumpft.
Brüssel Marktplatz

Brügge Marktplatz










Auffällig ist, wie viele Junggesellenabschiede in Brüssel gefeiert werden. Auf dem wunderschönen Grote Markt (Marktplatz) wurden wir von gleich zwei Männertruppen angesprochen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine in auffällig schöner Leggings wurde von Laura, mit Begleitung lauter Partymusik, mit einem Teller Schlagsahne beworfen, der andere in nerdiger Physikergang hat uns das archimedische Gesetz erklärt :D Beim Atomium waren wir auch, ist viel größer als wir dachten!

Laura beim Junggesellenabschied

























In Brügge wären wir abends gerne geblieben um noch mehr von der Stadt zu entdecken, haben allerdings keinen Schlafplatz gefunden. Konsequenz? Bis 00:30 nach Frankreich rein fahren und auf einem Parkplatz im Auto schlafen. Unerwartet bequem und mit zwei belgischen Bieren (Leffe & Brugge) eingeschlafen. Am nächsten Tag (gestern) ging es dann endlich ans Meer. Der Campingplatz liegt direkt am Wasser und wir können die salzige Meerluft riechen. Grandios!




Heute machen wir uns einen ganz gemütlichen Tag am Meer. Haben uns eine Bonzenstadt angeguckt (Timmendorfer Strand reloaded) und genießen die Sonne.


Faszinierend 1: Unser Auto + Dachbox mit einer Gesamthöhe von 1,90 passt mit Schweißausbruch in einen ausgeschriebenen 1,80 Tunnel!

Faszinierend 2: Auf der Suche nach einem gestrigen Hostel sind wir in eine nicht abgeschlossene Wohnung hineingeplatzt, da dort mal ein Hostel gewesen sein muss (sogar noch ausgeschrieben). Die drei Männer namen es gelassen. :D
(Jacqui)