Sonntag, 25. Mai 2014

Welcome to Saint-Tropez!

Wir hatten mal einen Zeitplan. Das war zu Beginn unserer Reise. Aus ungeahnten Gründen hängen wir etwas hinterher. Um ein paar Tage aufzuholen, sind wir in Rekordzeit von Carcassonne die ganze Côte d'Azur bis nach Italien zum Gardasee gefahren. Aber nun einmal von vorn, so kurz und bildhaft wie möglich :)


Äquadukt in Montpellier

Zunächst ging es nach Montpellier. Das Wetter war diesmal sehr wechselhaft. Aber besonders der Regen kam uns nach der Hitzewelle doch recht gelegen. In Montpellier selbst gab es irgendwie nicht so viel Aufregendes. Es wirkte sogar eher etwas abschreckend im ersten Moment. Nach einem kleinen Rundgang durch die Altstadt wich der erste Schrecken, konnte aber dennoch nicht richtig überzeugen, sodass wir nach Aix-en-Provence weiterfuhren.

Aix-en-Provence

In Aix wollten wir eigentlich Jonas treffen. Echt schade, dass unsere Absprache nicht ganz funktioniert hat, sodass wir leider ohne ihn ein Bierchen im Pub bei netter abendlicher Atmosphäre tranken.


Hafen von Marseille


Blick von der Festungsmauer

Am nächsten Morgen stand auch schon Marseille auf dem Plan. Mit hoher Erwartung sind wir eingetroffen. Der Hafen ist schön. Aber irgendwie hatten wir uns mehr erhofft. Schließlich sind wir etwas durchs Hafenviertel geschlendert, an der Burg entlang und haben es uns in eine der vielen Einbuchtungen der Festungsmauer gemütlich gemacht.

Ein Beispiel ;)

Saint-Tropez! Auch dieses kleine, protzige Städtchen mussten wir mitnehmen. Irgendwo müssen sich die Schönen und Reichen sich ja treffen und ihre Yachten zur Schau stellen. Es ist der Wahnsinn. Lustig sind auch die Namen von „Sweet Dream“ bis „Dark Empire“. So richtig wohl hab ich mich nicht gefühlt, eher etwas kritisch beobachtet. Jacqui fand es neben den ganzen kleinen schicken, teuren Boutiquen und Restaurants anscheinend ganz gemütlich. Außerdem gab es dort eine öffentliche Toilette (die wohl doch privat war) mit einem Souvenirshop integriert, oder andersherum, man weiß es nicht genau. Auf jeden Fall ist es ein interessantes Konzept.


Verdun-Nationalpark



Endlich Wandern. Und wo geht das nicht besser als in der Verdun-Schlucht? Wundervolle Landschaft! Wir haben locker aus einer für 3 Stunden ausgeschriebenen Wandertour eine 4-stündige gemacht, und sind dabei noch nicht einmal bis zum Ende gelaufen. Ob wir den richtigen Weg genommen haben, wissen wir nicht. Trotzdem tat es echt gut sich mal richtig auszupowern. Es war auch richtig schön abwechslungsreich: von Asphalt, Schotter bis Wiese und Wald war alles dabei. 

Das Ziel zum Greifen nahe.

Unser Ziel war der Lac de Castillon, den wir schließlich auch wenigstens noch gesehen haben. 

Grasse

Parfümerie Molinard


Unsere Düfte-Auswahl

Grasse – die Parfümstadt. Eigentlich wollten wir eine kleine Führung in einer der Parfümerien, die wurde allerdings erst nachmittags angeboten. Trotzdem durften wir unser eigenes Parfüm mixen. Aus 3 Basen und 6 Essenzen konnten wir wählen. Leider riecht meins ziemlich nach Oma, weil ich zu viel von einem Duft (ich weiß nicht mal genau was es war) genommen habe, Jacquis duftet dafür umso besser. Lustig war es ohnehin.


Filmfestspiele in Cannes


Wofür ist Cannes bekannt? Für die Filmfestspiele! Was für ein Zufall, dass wir wieder einmal genau zur richtigen Zeit da waren. Es ist beeindruckend, was dort alles aufgefahren wird. Eine Menge lustige Leute und viel Trubel. Ohne die Filmfestspiele wäre Cannes allerdings echt langweilig. Außer ein paar teuren Läden an der Promenade hat es sonst nicht viel zu bieten.


Stilsicher.



Trotz massiven Regens hatten wir unseren Spaß :) 




Côte d'Azur

Die Côte d'Azur ist landschaftlich sehr reizvoll. Wir konnten uns kaum satt sehen an der wundervollen Aussicht. Es geht von einer Stadt in die nächste über und jede hat einen tollen Berg und Hafen dazu. Echt hübsch. Und schon waren wir in Monaco. Es gibt weder Ortseingangs- noch Ausgangsschild. 


Monaco - das kleine New York


So sieht es aus, wenn 36.000 Einwohner auf 2 Quadratkilomter leben. Der Wahnsinn! Extrem interessanter Stadtstaat. Es gibt mehrere Ebenen, alles ist ziemlich clever angelegt und sehr belebt. Auch wenn es ziemlich grau wirkt, so ist Monaco doch erstaunlich grün. Und weil das alles noch nicht reicht, musste noch eine Rennstrecke her. Wie ein Wunder war genau an dem Tag gerade auch Formel-1-Rennen und das quer durch die Stadt. Da geht die Post ab! Und sexy teure Autos fahren durch die Straßen. Das Lustige daran: die meisten haben deutsche Kennzeichen!

Formel-1-Rennstrecke

Nach gefühlt endlos langer Fahrt an der Küstenstraße konnten wir dann keine Kurven mehr sehen und beschlossen statt nach Genua einfach direkt zum Gardasee zu fahren. Gesagt, getan. Gute Entscheidung. Nach dem Power-Sightseeing tat uns die erholsame Ruhe am See super gut. Mal davon abgesehen, dass dort nur Deutsche ihren Urlaub verbringen (es gibt sogar eine deutschsprachige Gardasee-Zeitung!), war unser Campingplatz richtig hübsch, sogar mit eigenem Strand! Und wir konnten uns sogar einen Stellplatz mit wundervoller Sicht aussuchen. Abends sind wir dann noch ins Restaurant eingekehrt. Italienische Pizza und Mojito. Geile Aussicht auf den Gardasee. Ein Traum.

Mit Blick auf den Gardasee

In Italien angekommen, sind uns gleich zwei unschöne Fakten klargeworden: 
1. Italien hat immense Spritpreise. Uns war nicht ganz klar, dass ausgerechnet Italien, nach Dieselpreisen berechnet, das dritt-teuerste Land der EU ist.
2. In italienischen McDonalds braucht man eine italienische SIM-Karte, um den kostenlosen Internetzugangs-Code zugeschickt bekommen. Dumm für uns, die Mäcces bisher immer als Toiletten- und Wifi-Oase genutzt haben.

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