Donnerstag, 3. Juli 2014

Die Mücken sind zurück

Von unserer Sommerbräune ist bald nicht mehr viel übrig. Hier in Punkaharju sind es 12°C, in Braunschweig 24°C. Lediglich das bisschen Sonnenschein am Tag, die endlos hellen Tage und die Tatsache, dass noch kein Schnee liegt, lässt erahnen, dass hier Sommer herrscht. Aber es gibt schließlich nur schlechte Kleidung, kein schlechtes Wetter. Und wir sind uns sicher - tauschen wollen wir bestimmt nicht! Seht selbst :)





Wir sind noch am Anfang von Finnland und schon von den vielen Seen, Inseln & Halbinseln, dichten Wäldern, saftgrünen Wiesen, bunten Holzhütten, freien und breiten Straßen und netten Finnen begeistert. Da vergisst man schon gern mal, dass hier alles doppelt so teuer ist. 5€ für 1h Parken. 5€ für ein 6er-Pack Wasser, wobei der Flaschenpfand 40 Cent pro Flasche beträgt. Gut für die Natur. Und man kann sich wirklich einfach nicht satt sehen an der Landschaft. Unfassbar dieser ganze Wald! Hinzu kommt, dass seit den baltischen Ländern die Einwohnerzahl und auch -dichte mächtig abgenommen hat. Dadurch kommt es uns alles irgendwie viel entspannter und ruhiger vor. Endlich können wir auch wieder auf Supermarktparkplätzen schlafen, ohne von abgeschlossenen Toren oder Polizei- und Security-Streifewagen verschreckt zu werden.

Die Tage davor waren wir natürlich noch in Riga und Tallinn, wovon wir dann mit der Fähre nach Helsinki gefahren sind.
Riga ist ganz nett, hat ein paar hübsche Gebäude. Wirklich beeindruckend waren die gigantischen Markthallen, welche ehemalige Luftschiffhallen sind. Dort wird wirklich von Kleidung bis Gemüse alles verkauft. Auch viele Pilze und Waldbeeren, frisch aus dem Wald gesammelt.





Estland scheint von den drei baltischen Ländern am fortschrittlichsten, wenn auch nur geringfügig. In Tallinn führte uns der Hunger direkt in ein Pannkoogipubi. Welch wunderbar leckere und preisgünstige Pfannkuchen! Ein großes Danke an Henni für den Tipp :) Nachdem wir uns ein wenig die Füße vertreten hatten, war es auch schon wieder Zeit für Schlaaaand! Diesmal haben wir das spannende WM-Spiel in einem Irish Pub mit wirklich guter Fußball-Stimmung geschaut. 





Am nächsten Morgen waren wir noch lecker Frühstücken (weil wir es uns bei den Preisen einfach leisten können), einkaufen und tanken, bevor wir dann abends zum Hafen sind. Die Überfahrt nach Helsinki dauerte nur 2 Stunden, war aber trotzdem sehr aufregend und beeindruckend, allein schon aufgrund des ganzen logistischen und technischen Meisterwerks.


Im Land der 1000 Seen angekommen, sind wir zunächst an der südwestlichen Küste langefahren, welche besonders für ihre Schärenlandschaft bekannt ist. Schließlich haben wir Hangö entdeckt, ein kleines, niedliches Urlaubsörtchen, welches aber überhaupt nicht den Anschein hat, da es einfach gar nicht touristisch überlaufen oder touristisch ausgenutzt ist.


Nach dem kleinen Ausflug haben wir uns auf den Weg gemacht um Helsinki genauer zu erkunden (nicht nur vom Hafen aus). Erst hatten wir keine rechte Orientierung, fanden schließlich aber doch noch die eigentlich unübersehbare Kathedrale am Senatsplatz und das umliegende Zentrum. Helsinki mit seinen lediglich 500.000 Einwohnern hat ganz schön viel zu bieten, viel Kultur und Wasser. Und es verläuft sich schön, so dass eine angenehm ruhige Stimmung herrscht.








Mittlerweile ist es nachts halb zwei, wir sind noch nicht ganz in der Zeitumstellung angekommen, liegt vielleicht aber auch daran, dass es noch hell ist. Es ist die ganze Nacht über einfach nur Dämmerung. Faszinierend. Es ist merkwürdig im halb Hellen schlafen zu gehen. Gute Nacht!

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