Freitag, 18. Juli 2014

Das ist teuer? Auch schon egal!



Unsere grenzenlose Motivation reißt auch die letzten Tage unserer Reise nicht ab. Ganz im Gegenteil. Bei der nie aufhörend schönen Natur nimmt sie eher zu.

Die letzten Tage sind wir 2x mit der Fähre über Fjorde gefahren, da ansonsten riesige Umwege entstanden wären. Gelohnt hat es sich zusätzlich. So hatten wir unsere kleinen Fjordfahrten, die sonst so teuer sind und konnten die Landschaft auf uns wirken lassen.


Auch sonst stoppen wir ständig mit dem Auto um die ganzen Berge, die Wasserfälle, den Schnee, die Seen, die Fjorde, die reißenden Flüsse, die Berge, die Kühe und Schafe fotografisch festhalten zu können.




Den Touristenstopp Geirangerfjord mit dem Wasserfall 7 Schwestern haben wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen. Von einer Aussichtsplattform hatte man einen schönen, wenn auch etwas fernen Blick auf die sieben nebeneinander herabfallenden Wasserfälle. Touristen waren auch Unmengen dort. Nicht unser Lieblings Place-To-Be.

Geiranger

7 Schwestern
Am nächsten Tag ging es noch zu einem anderem Fjord weiter südlich, dem Auerlandsfjord, bei welchem es auch einen richtig schönen Fotostopp-Parkplatz mitten auf dem Berg mit futuristischer Plattform gab. Der Weg durch die Berge ist oft etwas beschwerlich, da die Straßen oft nur für ein Auto gemacht und sehr kurvenreich sind. Abenteuer pur, selbst beim Autofahren.
Nebenbei sind wir unwissenderweise durch den längsten Straßentunnel der Welt gefahren, sage und schreibe 24,5km lang. 

 
Unser nächster Stopp war äußerst kräftezerrend. Trolltunga. Die Trollzunge. Es gab nur zwei Wege dort hinzugelangen. Der eine hieß klettern, der andere 10h wandern mit insgesamt 900m Höhenunterschied. Wofür wir uns entschieden haben? Zweiteres natürlich.
Hochmotiviert ging es um 14Uhr los. Unsere Motivation sank nach dem ersten Kilometer etwas. Es ging nur bergauf. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern affensteil. Dazu kam, dass es den Tag zuvor viel geregnet hatte und alles schön matschig war. Die restlichen 12km zur Trollzunge liefen sich mehr oder weniger besser. Es ging viel bergauf, aber die Landschaft entschädigte alles. Wir sind über Wasserfälle und Seen, haben von oben einen Fjord gesehen und auf Grund unseres späten Aufbrechens war auch nicht mehr so viel los. An unserem Ziel angelangt waren wir schon stolz. Eine atemberaubende Aussicht über die Berge und den Fjord. Selbst ich habe mich auf den Vorsprung gewagt. Der Rückweg ging schneller als gedacht, nur der letzte Kilometer war wieder sehr käftezerrend. Nach 9,5h, mit Schlamm bespritzen Schuhen und Hosen, Beinschmerzen vom feinsten, 27km Fußmarsch und Stolz wie Wolle kamen wir wieder an unserem Autolein im halbdunkel an.

Vorher




Nachher
Heute sind wir endlich mal wieder auf einem total überteuerten Campigplatz eingekehrt. Auf Grund der imensen Preise überall und unseres immer größer werdenden Geldproblems haben wir für die letzten Tage eine Grundeinstellung entwickelt. Das ist teuer? Auch schon egal! 


Was noch erwähnenswert ist: 
Hier wird es tatsächlich wieder dunkel. Wer hätte das gedacht? Es ist möglich abends in Ruhe zu schlafen! 
In so gut wie jedem Vorgarten steht ein großes Trampolin. Wir wollen so was auch!

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