Sonntag, 27. April 2014

Womit haben wir das verdient?

Wir haben doch immer brav aufgegessen!

Nach drei Tagen durchweg Regen war nun auch unser letztes Kleidungsstück nicht nur dreckig, sondern auch nass. Alles war nass. Das Zelt glich eher einem Auffangbecken für Regenwasser. Und uns blieb nichts andere übrig als den ganzen Übel immer wieder einzupacken, weiterzufahren und auf besseres Wetter zu hoffen.

Dem Regen zum Trotz, wir wollten endlich mal feiern gehen. Was bietet sich da nicht besser an als Freitag Nacht in Porto? Und obendrauf auch noch Nationalfeiertag! 


Tja Pustekuchen! Wir waren nach den ersten 5 Minuten Herumirren auf der Suche nach einer Bar im angeblichen Party-Viertel klitschnass. Und die Diskotheken, die wir sogar herausgesucht hatten, konnten wir irgendwie auch nicht finden. Erst gegen 2:00 Uhr haben wir dann endlich einen größeren Club erreicht. Davor standen allerdings echt merkwürdige Leute, unterstrichen durch eine Duftnote von Gras. Aber hineingekommen sind wir sowieso nicht, weil ich von einem Polizisten am Ärmel zurückgezogen wurde. Wir hatten unser Auto falsch geparkt. Daraufhin war nun jegliche Partystimmung verflogen und wir sind in unser übernässtes Zelt mit nassen Sachen und benässter Stimmung (Hab ich schon erwähnt, dass alles nass war?) zum Campingplatz zurückgekehrt.

Aber Porto an sich ist echt sehenswert. Irgendwie anders, nicht so typisch Großstadt. Und ärmer. Ist teilweise echt erschreckend und interessant zugleich.




So wie für Jacqui die portugiesische Landschaft stark beeindruckend ist, so bin ich von den gemusterten Wandfliesen total fasziniert.

Der nächste Halt nach Porto war Bucaco. Der Nebel lag tief. Nieselregen. Und menschenseelenleer. Verlassene Häuser. Ein Militärmuseum. Wir wussten erst nicht recht, warum dieses etwas gruselige Dörfchen in den Bergen mit zwei Sternen in unserem Reiseführer aufgeführt wurde. Doch nach einem kleinen Spaziergang durch den wunderbar mystischen, üppigen Märchenwald erreichten wir ein bildhübsches 5-Sterne-Hotel, welches eher einer ehrwürdigen Kathedrale ähnelte. Beeindruckend.




Wir haben übrigens einen neuen spanischen Belgeiter: unser neues Navi. Es deckt alle übrigen Länder ab. Erleichtert ungemein. Gute Investition. So können wir uns beim Fahren besser auf den Verkehr konzentrieren. Denn wie sich herausstellt, sind die Portugiesen eine Steigerung der Spanier im Straßenverkehr. Einfach mitten auf der Straße anhalten und Warnblinkanlage rein. Fertig. Und Fußgänger auf Landstraßen sind auch total normal. Aber wo laufen die Menschen kilometerweit hin? Außerdem klingt Portugiesisch irgendwie wie Russisch.

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